Salbei – mehr als Halsschmerzlinderer

Salbei (Salvia) ist weltweit in vielen unterschiedlichen Formen vertreten. Den echten Salbei (Salvia officinalis), den wir in der Küche oder der Medizin verwenden, nennen wir auch Garten- oder Heilsalbei. Salbei ist mehrjährig und wächst - wenn man ihn an den richtigen Standort pflanzt - zu einem kräftigen Busch heran.

Die Blätter des Salbeis sind weißlich behaart und verströmen ein feines Aroma. In der Küche lässt er sich sehr vielfältig verwenden. Wenn du Salbei aussäen möchtest, so brauchst du etwas Geduld, aber es lohnt sich.
 

Aussaat – Wann geht’s los?

Ab März kann man die runden Salbeisamen in einem Topf auf der Fensterband (drinnen) etwa 1 cm tief unter die Erde bringen und gießen. Wenn du den Salbei direkt an seinem endgültigen Platz im Beet säen willst, warte noch bis Mai. Salbei kommt aus dem Mittelmeerraum und mag es deswegen warm und sonnig. Im Beet sollte er also einen vollsonnigen Standort bekommen.
 

Wem die Aussaat zu langwierig ist, der kann auch ein Stück von einem bestehenden Salbeibusch abschneiden und das untere Ende in feuchte Erde pflanzen. Der kleine Steckling bildet Wurzeln und wächst - hoffentlich - zu einem schönen Busch heran. Wenn man stolzer Besitzer eines großen Salbeis ist, kann man im Frühjahr auch eine Wurzelteilung vornehmen und so aus einem zwei oder mehr Salbeibüsche machen.
 

Und sonst so?

Salbei sollte 30-40 cm Platz haben, bevor ihr etwas anderes daneben setzt. Gieße den Salbei nicht übermäßig, er verträgt Trockenheit ganz gut. Besonders größere Büsche passen sich den Gegebenheiten an. Meistens überlebt Salbei den Winter und treibt im Frühjahr neu aus. Ist es aber über längere Zeit sehr kalt, kann es sein, dass dein Salbei es mal nicht durch den Winter schafft. Wenn du weißt, dass eine lange Kälteperiode ansteht, kannst du deinen Salbei mit Stroh, Reisig oder einem Flies schützen.
 

Mischkultur

  • Gute Nachbarn: Der intensive Duft des Salbeis soll abschreckend auf Schnecken und Läuse wirken. Daher eignet sich Salbei auch gut aus Beetumrandung. Er versteht sich gut mit Kohl, Fenchel, Erbsen, Bohnen, Möhren und Salat.
  • Ungeliebte Nachbarn: Salbei ist nicht so wählerisch. Hauptsache er hat es warm.

 

Pflege und Ernte

Vertrocknete Blütenstände kann man im Herbst abschneiden, ansonsten sollte man den Salbei vor dem Winter aber in Ruhe lassen. Die richtige Zeit für einen Rückschnitt ist der Frühling. Dann treibt der Salbei mit neuer Kraft aus. 
Der Salbeibusch kann das ganze Jahr über beerntet werden. Wenn ihr ordentlich einlagern wollt, dann am besten größere Mengen vor der Blüte im Juni/Juli ernten, dann ist das Aroma am intensivsten. Salbei lässt sich hervorragend trocknen.
 

Rezepttipp

Mal Lust auf was anderes? Wie wäre es mit einem Salbei-Cockail? 

Für vier köstliche Drinks brauchst du folgendes:

200ml Gin
6 TL Rohrzucker
2-3 Limetten
5-10 Salbeiblätter
Mineralwasser und Eis nach Belieben

Die Limetten waschen und achteln. Den Zucker, die Limetten und die Salbeiblätter in die Gläser verteilen und anschließend leicht zerdrücken. Die Gläser mit Eis auffüllen, Gin verteilen und nach Belieben Mineralwasser dazugeben. Das Ganze mit einem Salbeizweig und einer Andenbeere dekorieren.

 

Salbeipflanze