Brennnesseljauche - feiner Dünger, ganz umsonst!

Puuh, das stinkt! Stimmt, aber die Pflanzen freut’s! Jauchen sind ein beliebtes und einfaches Düngemittel. Wer gute Handschuhe hat, braucht sich bei der Brennessseljauche vor nichts zu Fürchten! Am besten wählt ihr ein abgelegenes Plätzchen für eure Jauchetonne oder stellt sie so auf, dass der Wind nicht immer den Geruch auf die Terrasse trägt.

Um eine gute Brennnesseljauche herzustellen braucht’s eine große Tonne oder eine Wanne. Und natürlich Brennnesseln. Ernte zuerst reichlich Brennnesseln ohne Wurzeln und stopfe sie in das Gefäß, am besten etwas kleingeschnitten. Man kann auch bereits getrocknete Brennnesseln verwenden. Anschließend den guten Stoff mit Wasser aufgießen und umrühren. Die ganze Blattmasse sollte unter der Wasseroberfläche liegen. Um Tiere vom Ertrinken zu bewahren solltest du das Behältnis mit einem Brett oder einem anderen Deckel abdecken.
 

Tägliches umrühren tut der Jauche gut, sie blubbert und beginnt zu stinken. Nach etwa 2 Wochen hört das Gemisch auf Blasen zu bilden und ist fertig. Es bleibt nicht mehr viel von den Brennnesseln übrig. Wem es wirklich zu stark riecht, der kann eine Handvoll Steinmehl oder Lehmerde beigeben, das soll den Geruch binden.

Du kannst die Brennnesseljauche nun verdünnt (1:10 mit Wasser) an die Pflanzen geben. Gib daei gut acht, dass der Sud nicht zu sehr auf die Blätter tropft, denn dann bleibt der Geruch Tage oder sogar Wochen in der Luft.
 Es ist auch möglich die Jauche verdünnt (auch hier 1:10 mit Wasser) zur Schädlingsabwehr auf Pflanzen zu sprühen, z.B. gegen Blattläuse. Dafür sollten aber ein paar Kleinigkeiten beachtet werden: Man sollte die Jauche nur auf Pflanzenteile sprühen die nicht gegessen werden, der Geruch haftet nämlich recht hartnäckig an Blatt, Stengel und Co und das könnte zu ungewünschten Geschmäckern führen. Die Pflanzen sollten auch auf keinen Fall an einem heißen Tag besprüht werden, da würden sie schnell verbrennen.

Wer zum Beispiel Ackerschachtelhalm oder Beinwell im Garten oder der Nachbarschaft hat, kann auch daraus eine feine Jauche machen. Sie liefern ebenfalls Nährstoffe und sparen euch synthetische Düngemittel. 

 

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